Geschichte

Geschichte der Marktgemeinde Bezau

Die Anfänge der Dauerbesiedlung von "Baezenowe" (urkundliche Erstnennung 1249) reichen vermutlich ins 12.-13. Jahrhundert zurück. Eine Kapelle als Filiale von Egg bestand wohl schon im 14. Jahrhundert. Nach dem Bau einer neuen Kirche wurde Bezau 1497 selbständige Pfarrei. 1656 wurde ein Kapuzinerkloster gegründet. Dieses trug über 320 Jahre zur Entwicklung Bezaus bei.

2 Jahre nach der Auflassung durch die Kapuziner ließen sich dort 1977 polnische Franziskaner nieder, die bis heute unsere und die umliegenden Pfarreien unterstützen.

Durch die Schaffung verschiedener zentralörtlicher Einrichtungen wurde der Standort Bezau im 19. Jahrhundert aufgewertet. Seit 1806 ist Bezau Gerichtsort für den Bregenzerwald. 1850 wurde das erste Postamt für den hinteren Bregenzerwald eingerichtet, 2 Jahrzehnte später die Straßenverbindung von Andelsbuch her fertig gestellt. Ein weiterer Schritt auf dem Vormarsch Bezaus war 1902 die Eröffnung der Bregenzerwaldbahn mit Bezau als Endstation, die bis 1980 in Betrieb war. Seit 1988 ist die Schmalspurbahn als Museumsbahn mit großem Erfolg in Betrieb.

1962 wurde Bezau zur Marktgemeinde des Bregenzerwaldes erhoben. In den siebziger Jahren wurde dann der Ortskern umgestaltet. Durch die Neuanlage der Bundesstraße als Umfahrung ist der Ort seit fast 30 Jahren vom Durchzugsverkehr entlastet, was sich positiv auf die Entwicklung als Geschäfts- und Tourismusstandort auswirkte.

Insgesamt wird Bezau für seine vorbildliche Ortsbildpflege mit behutsamer Erhaltung und Erneuerung des Altbaubestandes lobend hervorgehoben. Gut erhaltene Bregenzerwälder Bauernhäuser und Vorsäße (z. B. Schönenbach) zeugen von der langen Tradition der Gemeinde.