Pfarre

Pfarrkirche
Sie ist das größte Gotteshaus im Hinterwald, über 100 Jahre alt, dem hl. Jodok geweiht. Manche von uns nennen sie einen Dom wegen ihrer Größe und ihrer Pracht. Um 1400 stand an derselben Stelle bereits eine Kapelle. Die Bezauer wurden von der Pfarre in Egg mitbetreut. Nachdem 1494 eine neue Kirche sowie der dazugehörige Friedhof eingeweiht worden waren, wurde Bezau drei Jahre später eine selbständige Pfarrei. 1771 erfolgten eine Erweiterung der Kirche, eine Erhöhung des Turmes und die Anschaffung von vier Kirchenglocken. Zwei Jahrhunderte danach war die Kirche zu klein geworden und in einem desolaten Zustand. Man entschloss sich für einen Neubau. Über dem alten Gotteshaus errichtet entstand die heutige Pfarrkirche. Bauzeit: 1907 – 1908. Einweihung am 26. Oktober 1908. In den Jahren 1995/96 fand eine größere Restaurierung statt. Dabei wurde ein neuer Volksaltar und Ambo eingeweiht. Über 100 Jahre sind seither vergangen, aber wir Bezauer dürfen auch heute noch einen berechtigten Stolz auf unsere wunderschöne Kirche haben. Möge unsere Pfarrkirche auch in Zukunft ein Ort sein, an dem wir - bei schönen und bei traurigen Anlässen - mit Gott in Berührung kommen.


Klosterkirche
Das im Jahre 1655 gegründete Kloster in Bezau ist bis heute bedeutsam für das religiöse Leben im Bregenzerwald geblieben. Seit dem Ende des dreißigjährigen Krieges sind Patres in der Seelsorge tätig, nicht nur im Kloster, sondern auch in den vielen Gemeinden unserer Talschaft. Über drei Jahrhunderte lang waren Kapuziner von der Nordtiroler Provinz in unseren Gemeinden als Seelsorger im Einsatz. 1977 verwaiste das Kloster vorübergehend. Der Standesrepräsentant Ferdinand Kohler aus Andelsbuch erreichte nach hartnäckigen Verhandlungen in Kattowitz (Polen), dass von der dortigen Franziskanerprovinz 33 Jahre lang jeweils drei Patres das Kloster bewohnen sollen, um auch in den Pfarreien auszuhelfen. Inzwischen gibt es in unserer Talschaft einige Gemeinden ohne eigenen Pfarrer. Dort sind die Patres geradezu unersetzlich für die Aufrechterhaltung der Seelsorge.